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Porz: Seit mehr als 50 Jahren wohnt Manfred Wilczek in Porz. In diesem halben Jahrhundert ist ihm „seine Stadt“ ans Herz gewachsen. Gerne erinnert er sich an seine Jugendzeit, in der die damals noch eigenständige Kommune ein ausgeprägt dynamischer, wirtschaftlich starker Standort war. Mit attraktiver City zum Einkaufen und vielfältigen Kultur- und Freizeitangeboten, die zum Verweilen einluden. Diese Standortqualität hat aus seiner Sicht aber gerade in den letzten Jahren gelitten. „Als mein Blick auf den lieblos gestalteten Kreisel in der Einmündung von Karl-/Josef-/Philipp-Reis-Straße fiel, da habe ich mir gedacht: Hier kann ich was ändern!“ berichtet der Gartenbauunternehmer und präsentierte der Stadt kurzerhand seine Gestaltungsideen. Und die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung waren begeistert.
„Ich wollte mit der Gestaltung möglichst auch einen direkten Bezug zu meiner Stadt herstellen“, so Wilczek weiter. Dabei sei der Name „Porz“ sicher vom mundartlichen „Pooz“ abgeleitet, so dass in seinem Gestaltungskonzept analog des Porzer Wappens ein Tor nicht fehlen durfte. „POO(R)Z OP – offen für Porz“ so lautet das Motto, unter dem er mit seinen Mitarbeitern noch im Februar sein optisch einzigartiges Gestaltungskonzept verwirklichen will. Poo(r)z op steht für ihn auch für Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, für die Fähigkeit, aufeinander zuzugehen und für bürgerschaftliches Engagement das mithelfen soll, die städtische Infrastruktur wieder ein Stück aufzuwerten. Der mit der Stadt geschlossene Vertrag sieht vor, dass Wilczek Gärten auf eigene Kosten nicht nur die Kreiselbebauung vornimmt, sondern auch zehn Jahre lang für die Hege und Pflege zuständig ist. Das Stadttor inmitten einer wunderschön gestalteten Gartenanlage bekommen die Porzer Bürgerinnen und Bürger so zum Nulltarif. Dezente Hinweisschilder auf dem fertigen Kreisel sollen für Wilczek Gärten im Gegenzug natürlich auch ihre Werbewirkung nicht verfehlen.
„Ein Kreisel, der vieltausendfach täglich von Autos befahren wird, ist für mich wie eine Visitenkarte, die die Stadt den Autofahrern überreicht“, meint Bürgermeister Willi Stadoll, der gemeinsam mit Wilczek den ersten Spatenstich vornahm. „Die außergewöhnliche Gestaltungsidee wird mit dazu beitragen, einen neuen optischen Anziehungspunkt im Zentrum unserer Stadt zu schaffen“, zeigt er sich mit Blick auf die Pläne felsenfest überzeugt.
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